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Die beiden Gemeinden Schwanebeck und Zepernick, obwohl etwa zur gleichen Zeit gegründet, haben über die vielen Jahrhunderte doch eine unterschiedliche Entwicklung genommen. Ihre Bewohner waren in erster Linie Bauern. Es gab doch schon sehr früh landarme und landlose Bewohner, Kossäten genannt. Sie dienten den Bauern als Arbeitskräfte oder waren Handwerker, die jedes Dorf brauchte. In beiden Dörfern gab es keinen Gutshof. Die gutsherrlichen Rechte sowie Abgaben und die niedere und höhere Gerichtsbarkeit hatte in Schwanebeck zunächst bis 1428 der Berliner Bürger Peter Rode, danach bis 1577 die Herren von Arnim und dann der Kurfürst bzw. die königliche Domänenverwaltung bis 1839.

Anders war es mit der Zugehörigkeit der Gemeinde Zepernick. Dieser Ort unterstand seit 1412 dem Benedictus von Hoppenrade, der 1466 alle Rechte dem Domkollegium zu Cölln vermachte. So wurde Zepernick Domdorf und bleib es bis 1849. In der Folgezeit verwalteten sich die Dörfer selbst, auch wenn sie zeitweilig und kurzzeitig einem Amt angehörten.

Das änderte sich, als nach der Wende 1990 begonnen wurde, die Verwaltungen in Brandenburg zu straffen. Bereits 1991 begann die Diskussion zur Bildung von Ämtern. Zunächst wurde im März 1991 die Bildung eines Gemeindeverbandes Zepernick, Schwanebeck, Schönow diskutiert. Bereits im Oktober des gleichen Jahres wurde erstmalig die Bildung eines Landamtes ins Auge gefasst. Diese Diskussion wurde im Februar 1992 fortgeführt und mündete in dem Beschluss 39/1992. Gleichzeitig wurde ein Gebäude als vorläufiger Verwaltungssitz im ehemaligen VEB Tierzucht besichtigt und genehmigt.

Besonders für die Amtsbildung setzte sich der kommissarische Bürgermeister von Zepernick, Carsten Bockhardt, ein. Im Juni des gleichen Jahres bestätigte das Innenministerium des Landes Brandenburg die Bildung des Amtes Panketal mit den Gemeinden Zepernick, Schwanebeck, Schönow, Ladeburg, Lobetal, Rüdnitz und Börnicke. Als Amtsdirektor wurde Carsten Bockhardt gewählt.

Auf der 1. Sitzung des Amtsausschusses am 10.08.1992 wurde die Leitung des Amtes gebildet und der Bau eines Amtshauses gegen die Stimmen von Schönow beschlossen. Dieses Gebäude wurde nach zweijähriger Bauzeit am 08.12.1995 feierlich in Betrieb genommen. Damit war aber nur der 1. Schritt der Gemeindegebietsreform abgeschlossen. Schon im Jahre 2000 drängte die Regierung des Landes Brandenburg auf die Weiterführung dieser Reform. Danach sollte das Amt Panketal aufgelöst und sich alle 7 Gemeinden des bisherigen Amtes mit der Stadt Bernau vereinigen. Als mögliche Variante wurde in Betracht gezogen, dass sich Zepernick, Schwanebeck und Schönow zu einer Einheitsgemeinde zusammenschließen. Die darauf beginnenden Diskussionen wurden immer hitziger und konträrer geführt, denn ein Teil der Verantwortlichkeiten wollte den Weg des Zusammenschlusses nicht mitgehen, ein anderer Teil wollte auf keinen Fall eine Vereinigung mit der Stadt Bernau. Auch die kleineren Gemeinden waren gegen einen Zusammenschluss mit der Stadt Bernau. Sie alle fürchteten den Verlust von Demokratie und Selbstbestimmung. Mit der Eingliederung von Ladeburg in die Stadt Bernau und der bald darauf folgenden Entscheidung von Schönow, sich ebenfalls nach Bernau eingemeinden zu lassen, blieb für Schwanebeck und Zepernick nur die Möglichkeit, selbst eine amtsfreie Gemeinde zu bilden. Nach einer Bürgerbefragung stimmten beide Gemeindevertretungen einer Fusion zum 01.01.2003 zu. Beide Ortsbürgermeister unterzeichneten am 26.02.2002 den Fusionsvertrag.

Allerdings entschied das Innenministerium wegen eines Einspruchs der Mehrheit der Schönower Bürger gegen die Eingemeindung in die Stadt Bernau, dass die Fusion von Zepernick und Schwanebeck erst mit den Kommunalwahlen am 26.10.2003 erfolgen wird. Eine Arbeitsgruppe, gebildet von beiden Gemeindevertretungen, nahm ihre Arbeit auf, um beiderseitige Fragen frühzeitig zu klären, z.B. Straßenumbenennungen u.a.

Mit den Kommunalwahlen am 26. Oktober 2003 entstand die neue Gemeinde Panketal mit den beiden Ortsteilen Schwanebeck und Zepernick und insg. 17.500 Einwohnern. 28 Gemeindevertreter und in jedem Ortsteil ein Beirat leiten die Geschicke der neuen Gemeinde. Aus der Bürgermeisterstichwahl ging Rainer Fornell als erster Bürgermeister hervor.

20.08.2018

Sperrung der Rudolf-Breitscheid-Straße

Wegen einer Kranaufstellung wird die Rudolf-Breitscheid-Straße Höhe Nr. 51a am Dienstag (21.08.18) nochmal von 08.00 bis 18.00 Uhr für den Verkehr voll gesperrt. Die Rheinstraße ist weiterhin nutzbar, es werden zusätzlich Haltverbote aufgestellt.

13.08.2018

Bekanntmachung über die Öffentlichkeitsbeteiligung zur 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 5 P "Sport- und Spielpark Straße der Jugend", OT Zepernick - Entwurf zur Offenlage

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09.08.2018

ACHTUNG
* Neue Fahrpläne für den Busverkehr ab 20.08.2018
* Bus der Linie 893 fährt wieder direkt zum S-Bahnhof Buch
* Zepernicker Chaussee wird für den Verkehr freigegeben

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Aug
21
2018